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Fr, 19 August 2011 um 13.46 Uhr
Beim Urlaub in Andalusien Wale beobachten

Beim Urlaub in Andalusien Wale beobachten

Die Straße von Gibraltar ist seit eh und je Heimat zahlreicher Delfin- und Walarten. Schwertwale, auch Orcas genannt, sind hier jedoch nur im Hochsommer zu sehen: Von Mitte Juli bis Mitte September können Gäste einer Ferienwohnung in Andalusien fünf Schwertwalfamilien mit insgesamt mehr als vierzig Exemplaren beobachten. Schwertwale erreichen eine Länge von zwischen drei und acht Metern und ein Gewicht von 2,5 bis 9 Tonnen. Es gibt kaum etwas Faszinierenderes als Delfine und Wale in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und hautnah zu erleben, wie sie sich verspielt um die Schiffe und Boote tummeln, die zwischen Mittelmeer und Atlantik verkehren. Aktuell organisieren in Tarifa fünf Anbieter Delfin- und Walbeobachtungen in der Straße von Gibraltar, die zu den artenreichsten Migrationswegen der Welt zählt und 2006 zum Naturpark erklärt wurde. Beständig leben in der Meerenge zwischen Afrika und Europa Streifendelfine, Große Tümmler, Gemeine Delfine und Grindwale. Doch im Frühjahr ist es durchaus möglich, einen Pottwal und andere beeindruckende Meeressäuger wie den Finnwal zu sichten, der mit seinen 20 Metern Länge und einem Gewicht von über 80 Tonnen das zweitgrößte Tier der Erde darstellt. Weitaus einfacher ist es jedoch, in den Sommermonaten Schwertwale auf der Jagd nach Thunfischen zu beobachten, die zu dieser Zeit die Meerenge durchqueren.

Laut Schätzungen des Wal- und Delfinverbands CIRCE leben etwa 300 Pilotwale - auch bekannt als Grindwale - und 400 Gemeine Delfine in der Straße und der Bucht von Gibraltar.
Jahr für Jahr nehmen rund 70.000 Personen an den didaktisch interessanten Ausfahrten teil, die an der Costa de la Luz im Winter mindestens einmal täglich und im Sommer bis zu fünfzehn Mal täglich zu verschiedenen Uhrzeiten von unterschiedlichen Anbietern organisiert werden. Die Fahrt in die Mitte der Meerenge dauert rund zwei Stunden und ist eine hervorragende Gelegenheit, das Meer in Begleitung einer sachkundigen und mehrsprachigen Besatzung kennenzulernen. Auf der Überfahrt erfährt man beispielsweise, dass Wale und Delfine schon so lange in der Meerenge beheimatet sind, dass der Name der nahegelegenen Bucht von Getares ursprünglich so viel bedeutete wie „Ort, an dem die großen Fische leben“. Oder dass dort 1920 eine Walfabrik von einem norwegischen Unternehmen gegründet, nach mehreren Eigentumswechseln und zum Wohl der Wale jedoch 1963 endgültig geschlossen wurde. Forscher und Biologen tragen dazu bei, Informationen über das natürliche Erbe der Region zu verbreiten und die Wertschätzung, Erforschung und Erhaltung der marinen Fauna und Flora zu fördern.
(c) FVA Spanien




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