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Fr, 19 November 2010 um 10.26 Uhr

Stasi-Gedenkstätte in Hohenschönhausen mit zwei Millionen Besuchern

Anfang November konnte die Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen bereits den zweimillionsten Besucher begrüßen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 verzeichnet die Gedenkstätte auf dem Gelände der früheren zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit ein lebhaftes Interesse und steigende Besucherzahlen. Allein für das Jahr 2010 werden rund 300.000 Besucher erwartet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Großküche im Nordosten Berlins ein sowjetisches Speziallager errichtet, nach dessen Schließung im Oktober 1946 das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis für Ostdeutschland entstand.1951 vom Ministerium für Staatssicherheit übernommen, wurde das Gebäude bis 1989 als zentrale Untersuchungshaftanstalt benutzt. An diesem Ort waren Tausende politisch Verfolgte inhaftiert, darunter fast alle bekannten DDR-Oppositionellen. Das Gefängnis befand sich in einem militärischen Sperrbezirk, der hermetisch von der Außenwelt abgeschottet und auf keinem Stadtplan eingezeichnet war. Heute ist die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Berlin-Hohenschönhausen ein Symbol für die Geschichte politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Die Gedenkstätte kann nur mit Führungen besichtigt werden; die meist von ehemaligen Häftlingen gestaltet werden.



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